Es interessiert mich nicht!


Authentizität wird groß geschrieben und oft unachtsam in einen Raum der Zwischenmenschlichkeit geworfen.


Leben und zeigen wir unser Interesse an unserem Gegenüber?

Sind wir wirklich ehrlich mit uns selbst?

Können wir authentisch mit unserem Interesse leben?

Sagen wir wirklich was uns überhaupt nicht interessiert und was wir wissen wollen?


Fazit der heutigen "schnelllebigen" Zeit: Wer Interesse an jemanden anderen hat, zeigt zu viel Gefühl.

Einen Touch too much an Emotionen. Schwäche?

Somit lassen wir unter dem Leichentuch der Oberflächlichkeit unser Interesse verschwinden? Ist dem wirklich so? Verhält es sich wie mit dem bekannten Spiel von Frau Nähe und Herr Distanz?


Die unten stehende Poesie von Oriah Mountain Dreamer haben mich berührt, regten meine Gedanken, meine Fragen zu diesem Thema an und haben mich dazu veranlasst, diesen Blogbeitrag zu schreiben.


Gern könnt Ihr mir auch eine E-Mail mit Eurem Feedback schreiben.


Viel Spaß beim Lesen! Hat Euch der Beitrag gefallen, freue ich mich über einen Kommentar oder ein Like!


Eure MJ

DIE EINLADUNG

Es interessiert mich nicht, wovon du deinen Lebensunterhalt bestreitest. Ich möchte wissen, wonach du dich sehnst und ob du es wagst, davon zu träumen, deine Herzenswünsche zu erfüllen.


Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich möchte wissen, ob du es riskieren wirst, verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in deine Träume, in das Abenteuer, lebendig zu sein. Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher

Konstellation zu deinem Mond stehen. Ich möchte wissen, ob du die Mitte deines Leids berührt hast, ob du durch Verrat, den du im Leben erfahren hast, aufgebrochen und offen geworden oder geschrumpft bist und dich verschlossen hast

vor Angst und weiterem Schmerz. Ich möchte wissen, ob du dasitzen kannst mit Schmerz – meinem oder deinem eigenen – ohne irgendeine Bewegung der Ausflucht, ohne den Schmerz zu verbergen,

ohne ihn verschwinden zu lassen, ohne ihn festzuhalten. Ich möchte wissen, ob du mit Freude sein kannst – meiner oder deiner eigenen – ob du mit Wildheit tanzen und zulassen kannst, dass Ekstase dich erfüllt bis in die Fingerspitzen und Zehen hinein, ohne jene Vorsicht, in der du dich in acht nimmst, realistisch bist und dich an die Begrenzung des Menschen Daseins erinnerst. Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte,

die du mir erzählst, wahr ist. Ich möchte wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst,

um zu dir selbst ehrlich zu sein, ob du es erträgst, dass dir deshalb jemand Vorwürfe macht und du trotzdem

deine eigene Seele nicht verrätst.


Ich möchte wissen, ob du treu sein kannst und zuverlässig. Ich möchte wissen, ob du Schönheit sehen kannst,

auch dann, wenn es nicht jeden Tag schön ist

und ob du in deinem Leben einen göttlichen Funken spürst.

Ich möchte wissen, ob du mit Misserfolg leben kannst – mit deinem und meinem – und immer noch am Ufer eines Sees stehen

und “Ja“ zum Vollmond rufen kannst. Es interessiert mich nicht, wo du lebst oder wieviel Geld du hast. Ich möchte wissen, ob du nach einer kummervollen Nacht

voller Verzweiflung aufstehen kannst

– ausgelaugt und mit Schmerzen – und trotzdem tust, was getan werden muss

für deine Kinder oder andere Menschen. Es interessiert mich nicht, welche Schulausbildung du hast

oder wo und bei wem du studiert hast.

Ich möchte wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers

stehen und nicht zurückschrecken wirst. Ich möchte wissen, was dich von innen aufrecht erhält,

wenn alles andere wegfällt.

Ich möchte wissen, ob du mit dir selbst alleine sein kannst

und ob du wirklich die Leute magst,

mit denen du dich in Zeiten der Leere umgibst.

Quelle: Die Einladung über -> www.brittakimpel.com/Oriah Mountain Dreamer aus dem Amerikanischen übersetzt von Jena Ilka Frey und Video von Taryn Elliott von Pexels

©2019 by M.J. Coach, lizenzfreie Bilder von @pexels
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